Offen für Neues

Die Kleinstadt lebt: Günter Warth hat für das Haupthaus des Familienunternehmens einen mutigen Umbau gewagt: Mehr Platz für die Mode, mehr Platz für die Zukunft des Hauses.

Fünf Generationen sind die Warths schon Händler, wenn nicht der Händler in Biberach. Die Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis in Oberschwaben liegt in einer prosperierenden Region. „Dass wir heute eine so intakte und lebhafte Innenstadt haben, ist der frühen Initiative der Kaufleute, welche in der örtlichen Werbegemeinschaft organisiert sind, hier am Ort zu verdanken. Weil sich unsere Stadt konsequent allen Ansiedelungen auf der grünen Wiese verwehrt hat, ist die Attraktivität des Zentrums sogar ständig gewachsen. Freilich, wir haben alle manche Filialisten und Franchisekonzepte hier im Ort – aber eben auch noch viele inhabergeführte Läden.“ Mit insgesamt 15 Geschäften, neun davon in Biberach, ist Keller-Warth selbst ein bedeutender Player. Grund genug, bei einem Umbau jetzt das Flaggschiff in Angriff zu nehmen.

Drei Etagen, drei Zielgruppen

Dem Umbau ging eine eingehende Neukonzeption des Sortiments voraus. Jünger, frischer, offener, unabhängiger wollte man werden – und jeder Kundin und ihrer Stilrichtung eine entsprechende Plattform geben. Im Erdgeschoss gelingt der junge Dreh mit Marken wie Save the Duck, Rich & Royal, Please oder Opus. Und dann hinauf, über das Herzstück des Umbaus, eine neue Treppe. „Weil die baulichen Maßnahmen so einschneidend waren, mussten wir das Haus für drei Wochen schließen“, eine Zeit, die das Unternehmen in Kauf nahm, um das Haus endgültig vom Charme vergangener Tage zu befreien. Das Experiment ist gelungen, schon die ersten Tage nach der Neueröffnung zeigten, dass die Kundinnen sich in den neu geschaffenen Welten mühelos zurechtfinden. Im ersten Obergeschoss geben Leitmarken wie Marc O’Polo, Juvia, Drykorn oder Set den Ton an. Es folgt im zweiten Stock eine Abteilung, die zwischen einer starken Marc-Cain-Welt und Nischenbrands wie Tagliatore, Harris Wharf London oder Herno changiert. „Wir haben unsere Zielgruppen klar segmentiert und können nun nahezu jeder Kundin – von der jungen bis zur klassischen – eine Welt präsentieren, in der sie sich wiederfindet“, ist Günter Warth überzeugt.

Helle Farben, ein zurückhaltender Ladenbau gespickt mit vielen femininen Elementen, nach dem Make-over zeigt sich Keller-Warth erfrischt und verjüngt. Die Marken, die ehemals im zweiten Obergeschoss beheimatet waren, hat Keller-Warth dennoch nicht aus seinem Angebot genommen. „Anfang März wurde nur 150 Meter entfernt für diese Welt aus Brax, Rabe, Maerz, Basler, Schneiders, Monari oder Eterna ein eigener Keller-Warth Classic Store eröffnet, ebenerdig und genau zugeschnitten auf diese Kundin.“ Die klare Profilierung setzt sich also fort.

Keller-Warth

Marktplatz 15

88400 Biberach/Deutschland

www.warth.de

Neueröffnung: Februar 2017

Inhaber: Roland und Günter Warth

Anzahl der Mitarbeiter: 15 Stammhaus, ca. 100 gesamt

Verkaufsfläche: 420 qm

Marken Frauen: Cambio, Chiara Boni, Drykorn, Harris Wharf London, Herno, Insieme, Juvia, Frogbox, Marc O’Polo, Max Volmary, Mos Mosh, Nice Connection, Opus, Piu & Piu, Please, Raffaello Rossi, Riani, Rich & Royal, Save the Duck, Set, Someday, Steffen Schraut, Tagliatore, The Mercer (N.Y.)

Dieser Artikel ist in der Juni-Ausgabe von style in progress zuerst erschienen.

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