Let the sunshine in

Sommer, Sonne, Vitamin D! Warum uns Sonnenlicht glücklich macht und ein echter Vitamin-D-Booster ist.


Schon gewusst? Wenn die Sonne scheint, schalten Pflanzen den Turbo ein, Hühner legen mehr Eier und auch wir Menschen sind für das helle Licht empfänglich. Das liegt daran, dass Sonnenlicht die Produktion von Serotonin anregt, dem Gute-Laune-Garanten schlechthin, ohne den wir nicht können. Nebenbei fördert Sonnenschein die Bildung von Vitamin D und damit das Immunsystem.


Faktencheck: Vitamin D

Streng genommen ist Vitamin D, oder Cholecalciferol wie es fachsprachlich heißt, kein Vitamin, sondern ein Pro-Hormon. Das wird von der Haut unter Einwirkung von UVB-Strahlung gebildet, kann aber auch über die Nahrung zugeführt werden. Warum? Weil die ‚echten‘ Vitamine nicht vom menschlichen Körper hergestellt, sondern ausschließlich durch Nahrung aufgenommen werden. Im Essen allerdings befindet sich so gut wie kein Vitamin D. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, wie beispielsweise Wildlachs oder unter Sonnenlicht gezüchtete Pilze.


Optimale Dosierung

Jetzt ist es amtlich, wir sollten so viel Zeit wie möglich in der Sonne verbringen. Wie viel genau hängt von Faktoren wie Jahres- und Tageszeit oder Wohnort ab. Mitte Oktober bis Ende März ist sonnentechnisch in Deutschland eine Herausforderung. Spätestens im Dezember sind die Vitamin-D-Reserven der Mitteleuropäer aufgebraucht und werden nur noch sporadisch im Urlaub befüllt. Im Sommer ist es merklich besser um den Cholecalciferol-Haushalt bestellt – auch wenn die sonnige Vitamin D-Produktion auf den Zeitraum zwischen zehn Uhr vormittags und drei Uhr nachmittags beschränkt bleibt. Das korreliert nur allzu oft mit unseren Arbeitszeiten. Experten raten deshalb dazu, zwei bis drei Mal in der Woche zehn bis 20 Minuten in der Sonne zu sitzen. Am besten mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen und Unterarmen. Wer sich länger in der Sonne aufhält, sollte keinesfalls auf Sonnencreme verzichten – 20 Minuten Sonneneinwirkung können bei sehr empfindlichen Personen zur Mittagszeit bereits die Eigenschutzmechanismen der Haut außer Kraft setzen. Deshalb ist ein gesundes Mittelmaß aus Sonnenexposition und Sonnenschutz notwendig.


Alternativen

Wer jetzt verzweifelt die Hände über den Kopf zusammenschlägt, weil sich die Sonnenzeiten mit den Arbeitszeiten überschneiden: Don’t panic! Es gibt noch andere Möglichkeiten, die Cholecalciferol-Reserven zu füllen. Zum Beispiel mit Vitamin-D-Präparaten in Kapselform. Diese Nahrungsergänzungsmittel sollten nach Experten-Meinung ohnehin das ganze Jahr genommen werden, mit einer Ausnahme: Rettungsschwimmer. Diese Berufsgruppe erreicht ihr Pensum auch problemlos ohne Hilfsmittel.


Wie nützlich Vitamin D tatsächlich für den menschlichen Körper ist, zeigt sich bei Mangelerscheinungen. Die Symptome einer Vitamin-D-Unterversorgung reichen von Erkrankungen der Knochen und der Muskulatur über gehäufte Infekte bis zu Schwangerschaftskomplikationen.


Vitamin D bis zum Abwinken

Die gute Nachricht, eine Überdosierung von Vitamin D ist so gut wie ausgeschlossen. Für ein Zuviel müsste man Lebertran eimerweise trinken oder Vitamin-D-Kapseln mit beiden Händen in sich hineinschaufeln. Über die Haut verhindern die Schutzmechanismen des Körpers eine Vitamin-D-Vergiftung.


Tipp: Vitamin-D-Präparate sollten am besten mit Magnesium und Vitamin K2 eingenommen werden. Magnesium hilft, es in seine aktive Form umzuwandeln und das Kalzium an der richtigen Stelle zu verwerten. Vitamin K2 beugt vor, dass sich Vitamin D in den Arterien ablagert. Für Kinder gibt es mit Vitamin D angereicherte Schokolade oder Kaubonbons. Lecker!




Dieser Artikel erschien zuerst in der Online-Ausgabe von Sport Sperk / UCM Verlag.

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