Das dritte Geschwisterchen


Ihre Marke FTC Cashmere haben die Knezovics immer als Familienbusiness begriffen – und so wundert es nicht, dass Tochter Jana Knezovic mit 24 Jahren ganz natürlich ihren Platz im Unternehmen fand.


Zweimal JK, zweimal AK: Tochter Jana, Mutter Jutta, Sohn Adrian, Vater Andreas Knezovic. Ist es übertrieben, wenn man sagt, dass die Marke 2003 in dieser Konstellation schon gegründet wurde? „Wir haben immer alles als Familie entschieden, auch wenn unsere Kinder damals noch klein waren – aber sie waren schon damals in Entscheidungen eingebunden, die sie betroffen haben“, sagt Jutta Knezovic. Um die Marke zu etablieren, beschloss die Familie den Umzug in die Schweiz. Dass die Kinder ganz alltäglich an Freuden und Sorgen der Firma partizipierten, war immer ganz normal. Jana Knezovic, die FTC Cashmere ihr „drittes Geschwisterchen“ nennt, hat seit 2017 auch eine offizielle Rolle im Unternehmen. Sie übernimmt die Leitung des Produktmanagements und entlastet ihre Mutter, die sich nun verstärkt Geschäftsführungsagenden widmet. „Es war grundsätzlich immer die Vision, ins Unternehmen einzusteigen. Es hätte auch erst in zwei, drei Jahren sein können, aber jetzt war die Möglichkeit und Stelle eben da und wir haben gemeinsam befunden, dass es so am besten ist“, erzählt Jana Knezovic. Für ihre Mutter eine echte Erleichterung: „Wem soll man mehr vertrauen, als der eigenen Tochter?“, fragt sie und erzählt, dass Jana „eigentlich immer mit dabei war, schon früh an Produkt und Design mitgearbeitet hat und in Entscheidungen und Diskussionen eingebunden war. Sie war auch, so oft es ging, mit mir gemeinsam auf Recherchereisen, dadurch hat sie einen riesigen Erfahrungsschatz. Sie kennt die Marke von klein auf, hätte ich dieses Wissen alles jemand Externem weitergeben müssen, das hätte viel Einarbeitungszeit gebraucht. Außerdem besteht eine Marke ja nicht nur aus Fakten, da sind auch viele Empfindungen im Spiel und die zu erklären ist schwierig.“

Offene Kommunikation

Auch im Unternehmen stieß der dezidierte Einstieg der Tochter auf gutes Feedback: „Die Mitarbeiter haben sich gefreut, dass Jana nun fix bei uns ist. Sie hat ja schon während ihres Studiums in den Ferien und auch sonst so viel Zeit wie möglich hier verbracht und ein freundschaftliches Verhältnis zu den Kollegen aufgebaut“, freut sich Jutta Knezovic. Mit Betriebswirtschaft in St. Gallen und einem Bachelor in Fashion Business vom renommierten Istituto Marangoni ist Jana Knezovic für viele Bereiche im Unternehmen gerüstet. In Design und Produkt allerdings ist das Mutter-Tochter-Duo unschlagbar. „Gerade weil wir uns so gut kennen und in Sachen Stil oft den gleichen Ansatz haben, läuft die Arbeit sehr harmonisch“, bestätigt Jana Knezovic. Keine Rebellion, keine Ideen, die die neue Generation partout durchsetzen will? „Die Rebellion haben wir schon hinter uns“, lacht Jutta Knezovic, „im Gegenteil, ich schätze den jungen Spirit und die Sichtweise einer neuen Generation. Im Design ist man ja immer verpflichtet, auf der Höhe der Zeit zu bleiben.“ Die offene Kommunikation und der gegenseitige Respekt seien unumgänglich, so die beiden. Feste Regeln, was die Trennung des Privaten und Beruflichen betrifft, seien nicht nötig gewesen. „Auch hier gilt: Man hat ja ein Gespür für den anderen und merkt, wenn die Arbeit mal einen Schritt zurücktreten muss und wir nur Familie sein müssen. Aber wir sind alle mit dem Herzen dabei. Da stört sich niemand daran, wenn auch in der Freizeit diskutiert wird“, meint Jana Knezovic.

www.ftc-cashmere.com

Dieser Artikel ist in der Juni-Ausgabe von style in progress zuerst erschienen.

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